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Die Aktionäre des 1985 in Dänemark gegründeten Unternehmens Nordex mussten in den letzten Jahren eingige Nerven zeigen. 1992 erfolgte der Aufbau der Fertigung von Nordex in Deutschland. Anfang April 2001 notierte das Wertpapier an der Frankfurter Börse, im April 2005 kam es dann zur Notizaufnahme der neuen, konvertierten Aktien nach einer Rekapitalisierung. Fachmagazine und Online-Börsendienste rieten den Anlegern noch wenige Monate zuvor zur Zurückhaltung. Dennoch folgte ein fulminanter Anstieg der Aktie bis Mai 2006.
Mit 9. Juni 2006 hat die Deutsche Börse im Zuge der Neuzusammensetzung der Börsenindices die Nordex-Aktie in den TecDAX aufgenommen. Der TecDAX listet die 30 wichtigsten Technologiewerte anhand der Marktkapitalisierung (Nordex Platz 15) und des Börsenumsatzes (18).
Die Nordex-Gruppe hat sich als einer der führenden Entwickler, Hersteller und Anbieter von Wind-Energie-Anlagen am Weltmarkt etabliert. Schwerpunkt sind dem Trend am Markt folgend, große Anlagen im Megawatt-Bereich. Stammsitz der Managementholding der Nordex AG ist in Rostock. Konzernübergreifend steuert und koordiniert sie ihre zwei 100%igen Tochtergesellschaften, die Nordex Energy GmbH und Nordex Energy B.V. Die Produktion wie die Flügelfertigung erfolgen in Rostock und in China. Insgesamt arbeiten über 700 Beschäftigte für das Unternehmen.
Der Nordex-Konzern setzte in seiner Firmengeschichte einige Meilensteine in der Branche. So fertigte man 1987 die dazumal weltweit größte Serien-Windkraftanlage mit 250 kW; und 1995 wurde die erste Serien-Megawatt-Turbine durch Nordex errichtet. 2001 begann Nordex mit der industriellen Fertigung von Rotorblättern. 2003 erfolgte dann die Errichtung der ersten Nordex Offshore-Anlage. Darüber hinaus konnte Nordex AG die Installation der 2.000 Anlage verbuchen. Die Firmengeschichte zeigt das Potential des Unternehmens auf und gibt gleichsam die Richtung für die Zukunft vor. Dazu zählt beispielsweise die Launch N90/2500 kW, die seit letztem Jahr gefertigt wird.
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Heute bietet Nordex rund um den Globus leistungsstarke Windenergieanlagen für jedes Windregime an. Zugpferde der Marke sind hierbei die Serien-Windenergieanlagen Nordex N90 und Nordex N80 sowie den Megawattanlagen Nordex S70 und Nordex S77. Ein Punkt, der für Nordex spricht, die effizienten Hochleistungs-Windturbinen sind praxiserprobt. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil am stark umkämpften internationalen Markt, wo zudem noch die kleinere Anlage N60 angeboten wird.
Boom in Großbritannien: Bereits 2003 errichtete Nordex 20 Anlagen der Baureihe N80 in Nähe der schottischen Kleinstadt Dunbar. Wie wichtig das Engagement auf dem internationalen Markt ist, wird durch das Auftragsvolumen aus Großbritannien von 70 Mio. Euro für die Nordex AG im Jahr 2006 ersichtlich. Allein bis Ende Juni erhielt man von der Insel für 2006 fünf Aufträge für Windturbinen mit einer Leistung von rund 70 Megawatt. Jüngstes und prestigeträchtiges Projekt ist die Erweiterung des Windparks „Crystal Rig“ mit fünf Großturbinen des Typs N80/2500 kW und einem Auftragswert von 10 Mio. Euro. „Crystal Rig“ gehört mit einer installierten Leistung von 50 Megawatt zu den größten Windparks auf der Insel. Ein Projekt, das für Nordex den Weg für weitere internationale Aufträge ebnen sollte. Noch zwei weitere Anlagen dieses Typs wurden nun aus Großbritannien geordert, eine davon vom britischen Energieversorger Npower, einer Tochtergesellschaft der deutschen RWE.
Insgesamt 22 Nordex N80 wurden dieses Jahr bereits aus Großbritannien geordert. Werbung für Nordex machen dabei die schon bestehenden 30 Anlagen gleichen Typs auf der Insel. Denn die Nordex N80 ist für Starkwindstandorte zertifiziert. Inklusive der momentan im Bau befindlichen Wind-Energie-Anlagen brachte Nordex UK bis dato rund 160 Mio. Euro für die Nordex AG ein. Kein Wunder also, dass die Nordex AG weiter ihr Engagement auf der Insel verstärkt. Hierzu zählt auch ein Hersteller-Service, also die Wartung der Anlagen. Und Nordex will das Angebot in Großbritannien weiter ausbauen, zumal das Unternehmen momentan laut Vertriebschef Carsten Pedersen mit diversen Kunden über neue Projekte verhandelt.
Großbritannien ist momentan mit „der“ Absatzmarkt für die Nordex AG. Eine Steigerung von plus 40% im Jahr 2006 auf 600 Megawatt sollen möglich sein. Dabei bleiben die Standorte in ihrer Auswahl konservativ bei Onshore-Turbinen.
In 31 Ländern rund um den Globus erzeugen bislang 2.760 Wind-Energie-Anlagen von Nordex mit einer Nennleistung von zusammen über 2.800 Megawatt Strom. In 18 Ländern unterhält die Nordex AG Büros und Tochtergesellschaften.
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Zahlen und Fakten:
Börsentechnisch denkbar schlecht gewählt war der Zeitpunkt für die jüngste Kapitalerhöhung im Mai 2006. Die Ausgabe von mehr als 5.5 Mio. neuer Aktien brachten der Nordex AG zwar nach Abzug der Transaktionskosten 70,5 Mio. Euro, doch daneben wurden auch noch 13 Mio. Aktien in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren bei institutionellen Investoren platziert. Dem allgemeinen Down-Trend folgend, reagierten die Anleger und der Kurs schlitterte nach Abprall bei der Wiederstandsmarke von 20€- schier in den freien Fall. Ein weiterer Effekt der Kapitalerhöhung: rund 50% der 64,3 Mio. Aktien befinden sich seither im Streubesitz.
Dem immensen, fast 50%igen Kursabschlag bis an die 10€-Grenze steht ein Rekord beim Auftragseingang im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres von 263 Mio. Euro gegenüber. Der Umsatz stieg auf 125 Mio. Euro, das EBIT* auf 3,7 Mio. Euro. Der neue Auftragsrekord im 1. Quartal 2006 verdeutlicht die Dymanik am Markt für Windenergieanlagen, denn noch 2005 wurde ein Gesamtumsatz von 308 Mio. Euro erzielt. Demenstprechend optimistisch sind die Erwartungen des Managements für das Geschäftsjahr 2006: der Umsatz soll um 50% anwachsen.
Um satte 150% konnte der Nordex-Konzern sein Neugeschäft in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2006 auf 400 Mio.€ steigern, im Juni 04 waren es noch 158 Mio. € . Das beflügelt die Erwartungen, und so schätzt man das Neugeschäft im Geschäftsjahr 2006 auf ca. 600 Mio. €, 2005 lag es noch bei 395 Mio. €.
Ausblick:
Wie eingangs aufgezeigt, basiert der hohe Auftragseingang hauptsächlich auf der internationalen Nachfrage mit 80% des Neugeschäftes (2005 noch 43%). Dies ist ebenso positiv zu werten, hat man sich somit doch aus dem Subventions-Sumpf deutscher Politik befreit. Obgleich die „europäische“ Politik auch verwertbare Vorgaben liefert. So hält das Neugeschäft mit Frankreich einen Bärenanteil mit 195 Mio. €. Europa und die stark wachsenden neuen Konsum-Gesellschaften Asiens (mit der Produktion in China) sind folgedem Marktfeld für die Windenergieanlagen des Nordex-Konzerns. Wegbereiter sind hier die leistungsstarken Produkte N80 und N90, die aktuell schon rund 77% des Neugeschäftes bilden. Dies zeigt klar die notwendige Entwicklung immer stärkerer Anlagen auf, denn die 2300-2.500 kW starken Turbinen sollten wohl alsbald auch vom finanzierbaren und umsetzbaren Fortschritt in der Technik eingeholt werden.
Fazit:
Der starke Kursabschlag seit Mai 2006 um fast 50% steht trotz der Kapitalmaßnahme einer positiven Geschäftsentwicklung mit Ungleichgewicht gegenüber, so dass die Aktie mittelfristig wieder die alten Kursstände um die 20€ erreichen sollte, was auch das 1. Kursziel ist. Insgesa
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