Baja Mining Corp. sollte in den nächsten Jahren zu einem sogenannten 'Mid Tier'-Producer aufsteigen. Das Management-Team des kanadischen Unternehmens mit Sitz in Vancouver steht davor, die größte Kupfer-, Kobalt- und Zink-Lagersätte Mexikos in Produktion zu bringen: Das El Boleo-Projekt liegt auf der Ostküste des Baja-Halbinsel von Kalifornien, etwa 900 Kilometer südlich von San Diego und in Nähe der Stadt Santa Rosalia Baja California Sur, in Mexiko.
Anfang Dezember 2006 hatte die Mexican Federal Environmental Agency (Semarnat) das im Mai 2006 eingereichte Environmental Impact Manifest (Mia) für das Kupfer-, Kobalt-, Zink- und Mangan-Projekt von Baja Mining Corp. auf El Boleo genehmigt: ein Meilenstein für das Unternehmen bei der Inbetriebbringung des Projekts. Zudem war sie von größter Bedeutung, um weitere Genehmigungen zu erhalten. Denn das Boleo-Projekt liegt innerhalb der Pufferzone der El Vizcaino Biosphäre, eines geschützten Naturgebietes, das hauptsächlich errichtet wurde, um Walfischen als Nahrungs-Habitat an der Westküste der Baja-Halbinsel zu dienen, etwa 80 Meilen nördlich vom Projekt in der Nähe vom Guerro Negro..
Der anvisierte Zeitpunkt für die Inbetriebnahme des El Boleo-Projekts war vor Beginn der Finanzkrise und des Einbruchs der Rohstoffpreise das 1. Quartal 2010* (*siehe weiter unten). Die durchschnittliche jährliche Produktion für die ersten vier Jahre bei voller Betriebskapazität ist auf 56.000 Tonnen an Kupfer-Kathode angesetzt, 1.500 Tonnen an Kobalt-Kathode und 20.000 Tonnen an Zink-Sulfat.
Diese Tonnagen verdeutlichen, dass das Boleo-Projekt für internationale Investoren äußerst interessant ist. So verwunderte nicht, dass sich nach der Kostenexplosion für die Inbetriebbringung des Boleo-Projekts Ende Juni ein Konsortium aus koreanischen Gesellschaften sich in das Projekt einkaufte. Für die Aktionäre bedeutete dies einen aktuellen und zukünftigen Wertverlust ihrer Beteiligung von knapp ein Drittel des Wertes.
| Finanzierung und Verkauf von 30% an 'Boleo' |
Finanzierung: Baja's mexikanische Tochtergesellschaft Minera y Metalurgica del Boleo SA de CV (MMB) hatte Verpflichtungen zur Risikoübernahme von der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG erhalten, einem Mitglied der UniCredit Group (HVB), sowie der Export Import Bank von Korea (K-Exim) zur gemeinsamen Risikoübernahme und Bereitstellung eines Senior-Fremdfinanzierungs-Pakets über 665 Mio.US$, bestehend aus einer möglichen Fremdfinanzierung des Projektes über 300 Mio.US$ über 17 Jahre durch K-Exim, sowie einer 12-jährigen möglichen Fremdfinanzierung über 325 Mio.US$ zusammen mit einem möglichen Kredit bei Kostenüberschreitung durch HVB über 40 Mio.US$. Die Bereitstellung des Senior-Fremdfinanzierungs-Pakets hat alle notwendigen Kredit-Genehmigungen erhalten und unterliegt nun lediglich dem sorgfältigen Abschluss sowie anderen standartisierten Bedingungen und Konditionen. Diese Kredigmöglichkeiten ersetzen die vormals im September 2007 mit HVB unterzeichneten Verpflichtungen über 475 Mio.US$.
Verkauf von 30% am Projekt: Mit 30. Juni 2008 schloss Baja Mining Corp. die Transaktion mit einem Konsortium an koreanischen Gesellschaften, angeführt von Korea Resources Corp. Die neuen Partner bei der Erschließung des 'Boleo'-Projektes sind Kores, LS-Nikko Copper Inc., Hyundai Hysco Co. Ltd., SK Networks Co. Ltd. und Iljin Copper Foil Co. Ltd. Das Konsortium hatte eine 30%ige Beteiligung an Baja's mexikanischer Tochtergesellschaft Minera y Metalurgica del Boleo SA de CV (MMB) erworben, welche die Abbau- und Verarbeitungsanlagen in Santa Rosalia, Mexiko, errichtet. Als Gegenleistung für die Akquisition seiner Beteiligung erbringt das koreanische Konsortium:
• die Zahlung an Baja von rund 103 Mio.US$ (US-Dollar) in Geld, wovon 13 Mio.US$ aufgeschoben werden, bis im Zusammenhang mit der Produktion von Mangan in Boleo eine Entscheidung getroffen wird;
• und stellt ein Beteiligungsdarlehen über 50-Mio.US$ an MMB zur Finanzierung eines Teils von Baja's Konstruktionsaktivitäten auf Boleo zur Verfügung;
• beschafft ein nachrangiges Darlehen für MMB von 60 Mio.US$;
• und steuert einen Anteil von 30% (geschätzt durch Baja auf rund 81 Mio.US$) an den verbleibenden Baukosten für das 'Boleo'-Projekt nach der Senior- und nachrangigen Fremdfinanzierung bei;
• und stellt seinen Teil für die Garantieren zur Vollendung bezüglich einer erhöhten Senior-Fremdfinanzierung von 665 Mio.US$ zur Verfügung;
• und erwirbt ein Recht zur Abnahme von 30% der Produktion aus Boleo zu kommerziellen Bedingungen.
| Ressourcen und Wirtschaftlichkeit |
Die abgeschlossene 'Definitive Feasibility Study' (DFS) für das Boleo-Projekt auf Santa Rosalia, Baja California Sur, Mexiko, bestätigte die grundsolide Wirtschaftlichkeit des Projektes. Die Durchführbarkeitsstudie basiert auf langfristigen Preisen von 1,50 US$/lb Kupfer, 15US$/lb Kobalt und 1.200US$/Tonne Zinksulfat, außer anders angegeben.
Die kommerziell betriebene Mine arbeitet zu durchschnittlichen Betriebskosten von negativen 0,07 US$ pro Pfund erzeugtem Kupfer, ohne Nebenprodukte. Die direkten Kapitalkosten von 407 Mio.US$ bedeuten eine Steigerung von lediglich 2,5% gegenüber den Kapitalkosten, die in der aktualisierten Preliminary Economic Analyiss (EPA) im Januar 2007 veranschlagt wurden.
Die geprüften und wahrscheinlichen Reserven für das El Boleo-Projekt zeigen ein Minenleben von 25 Jahren an. Die gemessenen und angezeigten Ressourcen belaufen sich auf über 275 Mio.Tonnen mit einem Gehalt von 1,77% Kupfer equivalent. Die gefolgerten Ressourcen betragen über 250 Mio.Tonnen mit einem Gehalt von 1,29% Kupfer equivalent.
Wirtschaftlich ist das Projekt also überaus lukrativ mit IRR nach Steuern von 24,7%, oder 46% zu den aktuellen Marktpreisen; einem NPV nach Steuern (zu 8% Nachlassrate) von 700 Mio.US$ oder 2,3 Milliarden US$ zu den aktuellen Marktpreisen für Metalle. Und das NPV würde sich durch eine mögliche, potenzielle Mangan-Produktion um zusätzlich 302 Mio.US$ erhöhen. Dabei könnte die Produktion von Mangan (in Mangankarbonat enthalten) bei der gegenwärtig veranschlagten Kapazität 100.000 Tonnen pro Jahr überschreiten, so John Greenslade von Baja Mining Corp.
| Aufschiebung der Bauarbeiten auf Beloeo aufgrund der Finanzkrise |
Ende Oktober 2008 gab Baja Mining Corp. bekannt, dass sich das Management aufgrund der gegenwärtigen weltweiten Finanzkrise dazu entschieden hat, die Bauarbeiten auf seinem 'Boleo'-Projekt in Mexiko aufzuschieben. Während die Wirtschaftlichkeit des Projekts auch zu niedrigen Preisen für Metalle weiterhin robust sei, machen es die Auswirkungen der aktuellen Finanzkrise und kurzfristig äußerst niedrigen Metallpreise sowie Hedging-Preise, verbunden mit der tatsächlichen Einstellung der globalen Bank-Syndikation und Aktienmärkte für Baja notwendig, den Zeitrahmen für die Bauarbeiten abzuändern. Die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (HVB) hat zugestimmt mit ihrer Finanzierung nach besten Mitteln fortzufahren.
Die operativen sowie Planungs-Aktivitäten auf Boleo werden mit der Fertigstellung des Baulagers sowie weiterer bestimmter Aktivitäten zur Erstellung der Infrastruktur auf 'Boleo' fortgesetzt. Andere Aktivitäten auf 'Boleo' werden ausgesetzt, bis sich die Bedingungen am Markt wieder verbessern. Baja Mining wird bezüglich des überarbeiteten Bauzeitplans mit seinen koreanischen Partnern Gespräche führen, hinsichtlich einer beschleunigten Erschließung des 'Boleo'-Projekts während 2009. Allerdings wäre es, so das Management, bis das Unternehmen die Möglichkeit hat, seine ausstehenden Verpflichtungen mit den Lieferanten nachzuprüfen, verfrüht, die durch diese Verzögerungen entstehenden Auswirkungen für das Datum zur Inbetriebnahme der Mine zu bestimmen.
Die Finanzkrise und die Folgen brachten die berechtigt hohen Erwartungen der Aktionäre von Baja Mining Corp. auf den Boden der Realität zurück. Von diesen neuen Boden aus, der bei rund 0,25 Ca$ liegt, wird sich der Kurs bei Inbetriebbringung des El Boleo-Projekts mit Sicherheit weit über die Einstiegskurse der 'Altaktionäre' von 1 Ca$ bis 2,50 Ca$ erheben. Ein Invest in die Aktie von Baja Mining Corp. scheint mittelfristig äußerst gewinnträchtig. Dabei können anhand von verschiedenen Szenarien bezüglich der Entwicklung der Rohstoffpreise verschiedene Gewinnspannen errechnet werden. Grundlage von all dem ist die finale Durchführbarkeitsstudie. Bei Anziehen der Rohstoffpreise (z.B. Kupfer auf 3,50 $) und der bislang nicht in der Durchführbarkeitsstudie enthaltenen Vermarktung des Nebenproduktes Mangan, sowie bedingt durch die folglichen Einnahmen der Gesellschaft aus der gesamten Produktion von 300 bis 350 Millionen US$ pro Jahr – könnte die Aktie langfristig eine Gewinnspanne von 1000% ab derzeitigen Einstiegskurs verzeichnen.